F
An der Hinterseite der Wirbelsäule befinden sich jeweils rechts und links die Wirbelbogengelenke. Die Gelenkflächen sind so angelegt, dass sich der obere Teil gegen den unteren anlegt. Das ist eine passive Arretierung der Wirbelkörper. Durch das „Auseinanderdrücken“ der Wirbelkörper durch die Bandscheibe kann das Wirbelbogengelenk sich in den anatomischen Begrenzungen normal bewegen. Erkrankt die Bandscheibe, nimmt der Abstand zwischen zwei Wirbeln ab, die Wirbel sacken aufeinander zu und belasten die Wirbelbogengelenke. Die Folge ist ein beschleunigter Verschleiß dieser Strukturen; hieraus können unterschiedlich ausgeprägte Beschwerden entstehen. Schmerzbedingt kann auch die Beweglichkeit der Facettengelenke abnehmen. Ob diese Gelenke an der Schmerzentstehung beteiligt sind, testen wir durch gezielte Infiltration eines örtlichen Betäubungsmittels.
Zwischen den hinten gelegenen Wirbelbögen finden sich auf beiden Seiten kleine Gelenke, die man auch als Facettengelenke bezeichnet. Diese Gelenke sind in einem hohen Prozentsatz an der Entstehung von Rückenschmerzen beteiligt. Durch ihre selektive Ausschaltung mit einem örtlichen Betäubungsmittel kann ihre Rolle bei der Schmerzentstehung näher eingegrenzt werden.
Gelenkflächen
Durchleuchtung
Öffnung am Querfortsatz
Wirbelloch
Rasterstereographisches Verfahren zur 3D-Analyse der Körperstatik und der Wirbelsäule.
Ermöglicht eine strahlungsfreie optische Vermessung des menschlichen Rückens und der Wirbelsäule.
Es dient zur Vermessungen, Analyse und Verlaufskontrolle bei Kyphosen und Lordosen, sowie zur Analyse und Verlaufskontrollen bei Skoliosen.
Die Wirbelsäulenvermessung erreicht bei Skoliosen nicht die Präzision und Zuverlässigkeit einer Röntgenuntersuchung, und kann diese daher nicht ersetzen. Es eignet sich jedoch sehr gut zur ergänzenden Verlaufskontrolle zwischen den Röntgenuntersuchungen.
FORMETRIC-Untersuchungen sind Teil von stationären Skoliose-Rehabilitationsprogrammen, sie können jedoch auch in einigen Orthopädischen Praxen durchgeführt werden, wobei die Krankenkassen die Kosten hierfür in der Regel nicht tragen.
Quelle: http://www.skoliose-op.info/lexikon/f.html (14.03.2011)
Bruch
Röntgenologische und computertomographisch gestützte Funktionsdiagnostik einzelner Wirbelsäulenabschnitte, um das Verhalten der Bandscheiben in besonderen Lagen und unter besonderen Belastungen besser beurteilen zu können und um das individuelle Bewegungszentrum des einzelnen Wirbelsäulenabschnittes präzise bestimmen zu können. Hauptsächlich und schwerpunktmäßig stehen folgende Untersuchungsmethoden zur Verfügung:
Myelographie (Kontrastmitteldarstellung des Rückenmarkskanales)
Die Myelographie bildet einen wesentlichen Bestandteil der Funktionsdiagnostik. Es gibt nach dem heutigen Stand der Technik keine Methode, die ähnlich präzise Aussagen über das Verhalten der Bandscheiben unter Bewegung und Belastung, im Sitzen und im Stehen und über die hieraus resultierende mögliche Bedrängung der Nervenstrukturen erlaubt, wie die Myelographie.
Bei der Myelographie wird dem Patienten in örtlicher Betäubung ein Kontrastmittel in den Rückenmarkskanal der Lendenwirbelsäule eingespritzt. Danach erfolgen die Funktionsuntersuchungen mit Röntgen und Computertomographie.
Diese Untersuchung ist in der Regel nicht schmerzhaft. Zur Vermeidung von möglichen Problemen wie Übelkeit und Kopfschmerzen, die gelegentlich auftreten, führen wir diese Untersuchung – wie viele andere Kliniken auch – im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes durch.
Provokations-Discographie
Bei dieser Untersuchung wird dem Patienten in örtlicher Betäubung unter Röntgenkontrolle mit einem definierten Druck ein Kontrastmittel in die Bandscheibe eingespritzt. Mit dieser Untersuchungsmethode lassen sich verlässliche Aussagen darüber gewinnen, ob eine bestimmte Bandscheibe für die Schmerzauslösung mitverantwortlich ist oder nicht. Gleichzeitig gewinnt man Informationen über die Lokalisation der krankhaften Veränderungen innerhalb der Bandscheibe.
Facettengelenksinfiltration
Zwischen den hinten gelegenen Wirbelbögen finden sich auf beiden Seiten kleine Gelenke, die man auch als Facettengelenke bezeichnet. Diese Gelenke sind in einem hohen Prozentsatz an der Entstehung von Rückenschmerzen beteiligt. Durch ihre selektive Ausschaltung mit einem örtlichen Betäubungsmittel kann ihre Rolle bei der Schmerzentstehung näher eingegrenzt werden.
Infiltrationen der Kreuz-Darmbein-Fuge (Ileosakralgelenk)
Das Ileosakralgelenk stellt die Verbindung zwischen Becken und Wirbelsäule dar; es liegt zwischen der Beckenschaufel und dem Kreuzbein. Dieses Gelenk hat kein großes Bewegungsausmaß, ist aber sehr störungsanfällig. Veränderungen im normalen und gewohnten Bewegungsablauf, z.B. durch Erkrankungen im Bereich der Lendenwirbelsäule, können zu Funktionsstörungen dieses Gelenkes, sogenannten Blockierungen führen. Diese Blockierungen sind bisweilen außerordentlich schmerzhaft. Die Symptomatik ist ähnlich wie bei einer Nervenreizung durch einen Bandscheibenvorfall. Infiltrationen des Gelenkes mit einem Lokalanästhetikum und/oder einer Cortisonpräparat können zu einer raschen Beschwerdelinderung führen und geben wertvolle Hinweise bei der Analyse des Schmerzgeschehens.
Verschmelzung zweier oder mehrerer Wirbel spontan als Endstadium eines Krankheitsverlaufs oder therapeutisch zur Behandlung irreparabler Bandscheibenschäden




