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Rückenschmerzen infolge einer Berührung von Dornfortsätzen, oft verursacht durch degenerative Höhenminderung der Bandscheiben. Dies kann einhergehen mit Irritation der umgebenden Weichteile.
Die Bandscheibe besteht aus einem äußeren Faserring und einem inneren Gallertkern. Der Innenraum der Bandscheibe steht dabei – bedingt durch den Wassergehalt des Bandsscheibenkernes – unter einem hydrostatischen Druck.
Der umgebende Faserring wird aus scherengitterartig angeordneten Bindegewebsfasern (Kollagen) mit geringer Dehnbarkeit gebildet. Diese Kollagenfasern sind an der verdickten Randleiste des Wirbelkörpers angewachsen. Im äußeren Drittel wird dieser Faserring von sensiblen Nerven versorgt.
Der von den Wirbelkörperabschlussplatten einerseits und dem Faserring andererseits begrenzte Gallertkern ist mit einer Hydraulikpumpe vergleichbar, die im Inneren der Bandscheibe einen hohen Druck aufbaut. Dieser Druck schwankt je nach körperlicher Belastung. Aufgrund des hohen Innendruckes ist eine Blutversorgung der Bandscheibe durch Gefäße nur eingeschränkt möglich. Lediglich in einem frühen Entwicklungsstadium des Menschen werden die Bandscheiben noch über Blutgefäße versorgt. Später bilden sich diese Gefäße zurück. Eine Erneuerung oder Reparatur des Bandscheibengewebes im Verlauf des Lebens ist deshalb nicht mehr möglich. Die Bandscheibe gehört zu den Gewebearten, die nur einmal angelegt werden und sich bei einer Verletzung oder bei einem Verschleiß nicht mehr neu bilden können.
Sterben Teile der Bandscheibe z.B. infolge von Degeneration ab, können diese durch körpereigene Regenerationsprozesse nicht repariert werden. Der hohe Druck in der Bandscheibe von Erwachsenen lässt eine Blutzirkulation nicht zu. Daher wird abgestorbenes Bandscheibengewebe entweder vom Körper resorbiert oder Teile des Gallertkerns treten aus dem Inneren der Bandscheibe – meist durch einen Riss im Faserring – nach außen.
Degenerative Veränderung einer Bandscheiben, bei der der Faserring nicht komplett zerrissen wird, sondern sich nur nach außen vorwölbt.
Ein Bandscheibenvorfall ist die Folge einer degenerativen Bandscheibenerkrankung (Discopathie) oder einer Verletzung. Degeneration und Verletzung unterscheiden sich in ihrer Gewebsbeschaffenheit wesentlich voneinander, so dass sie durch den erfahrenen Chirurgen klar unterschieden werden können.
Größere Massen des Gallertkernes der Bandscheibe können zuerst den Faserring nach außen vorwölben und unter den äußeren Bandapparat rutschen (medizinisch: Bandscheibenvorwölbungen oder subligamentäre Bandscheibenvorfälle).
Durchbricht jedoch das abgestorbenen Material des Gallertkerns – möglicherweise auch mit Anteilen des Faserringes – die äußere Hülle, tritt es nach außen in den Wirbelkanal. Dabei können die umliegenden Nerven verdrängt werden.
Im Wirbelkanal können durch den Bandscheibenvorfall die Nervenwurzeln und / oder die Rückenmarkstrukturen gedrückt werden; im Bereich des Nervenwurzelaustrittsloches können nur die Nerven bedrängt werden.
Ein Großteil der Bandscheibenvorfälle besteht aus dem weichen und wasserhaltigen Gewebe des Gallertkerns; wir sprechen von einem so genannten Softdisc oder weichem Bandscheibenvorfall. Wenn diese keine schnell zunehmenden neurologischen Defizite oder Schäden an den Nervenstrukturen verursachen, ist eine Operation nicht nötig. Man kann konservativ behandeln und die weitere Entwicklung abwarten. Dieser Bandscheibenvorfall wird nämlich vom Körper in der Regel selbständig abgebaut, so dass sich die Beschwerden innerhalb weniger Wochen wieder zurückbilden.
Von einem harten Bandscheibenvorfall oder „hard disc“ sprechen wir, wenn der Bandscheibenvorfall aus nicht resorbierbarem Gewebe besteht. Dies ist immer dann der Fall wenn der Gallertkern einen geringeren Wassergehalt aufweist, also „trocken“ ist. Dieses Gewebe bleibt meist an der Austrittsstelle und wird vom Körper nicht abgebaut. Im Laufe der Zeit können Blutgefäße in eine solche Raumforderung einspriessen, es kommt zu Verkalkungen.
Verursacht der Bandscheibenvorfall schnell zunehmende neurologische Störungen oder besteht er aus nicht resorbierbarem Gewebe, ist die operative Entfernung die Therapie der Wahl. Unser Ziel ist es, diesen Bandscheibenvorfall auf die schonendste Art zu entfernen. Welche Methode dabei angewendet wird, ist abhängig von der Konsistenz des Bandscheibenvorfalls, von dessen Lage und welcher Abschnitt der Wirbelsäule betroffen ist (Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule oder Lendenwirbelsäule).
In Bezug auf die Lage unterscheiden wir Bandscheibenvorfälle, die im Wirbelkanal liegen (Siehe Bild), das ist Typ I und Typ II und solche, die im Wurzelaustrittskanal liegen Typ III und Typ IV.
- Typ I Medialer Bandscheibenvorfall
- Typ II Medio-lateraler Bandscheibenvorfall
- Typ III Foraminärer Bandscheibenvorfall
- Typ IV Extraforaminärer Bandscheibenvorfall
Vor allen Dingen im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule können Bandscheibenvorfälle im Wirbelkanal auf das Rückenmark drücken.
Bandscheibenvorfälle im Bereich der Brustwirbelsäule verursachen prinzipiell auf die gleiche Art und Weise Beschwerden wie Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule. Die Bedrängung der Nervenwurzeln äußert sich hier in gürtelförmigen Schmerzen, die streng nach dem Strickleiterprinzip entsprechend der Höhe des Bandscheibenvorfalles entlang der Rippen nach vorne ausstrahlen. Die Bandscheibenvorfälle im Bereich der Brustwirbelsäule sind insgesamt sehr selten und die Masse des Bandscheibengewebes ist meist gering. Deswegen werden sie meist konservativ behandelt.
Da das Rückenmark im Bereich der unteren Brustwirbelsäule endet, bedrängen Bandscheibenvorfälle im Bereich der Lendenwirbelsäule ausschließlich die Nervenwurzeln. Entsprechend dem Versorgungsgebiet der betroffenen Nervenwurzel kommt es zu einer charakteristischen Schmerzausstrahlung in die Beine (medizinisch: radikuläre Ausstrahlung). Der Neurologe oder der Wirbelsäulenchirurg kann anhand dieser Zuordnung exakt feststellen, welche Nervenwurzel betroffen ist.
So passt eine ganz bestimmte Lage des Bandscheibenvorfalles zu ganz bestimmten Beschwerden bzw. Schädigungszeichen der Wurzeln. Diese werden in zwei Gruppen unterschieden:
- Lähmungen
- Gefühlsstörungen
Ist der Druck zu hoch oder besteht er zu lange, kann der Nerv Schaden nehmen, der sich auch nach Entfernung des Bandscheibenvorfalles nicht mehr zurückbilden kann.
Das Zeitfenster, in dem behandelt werden muss, damit keine Beschwerden zurück bleiben, ist unterschiedlich groß.
Generell lässt sich sagen: Je höher der Druck war und je länger der Schaden bestand, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Rückbildung. Insgesamt sind jedoch die Nervenwurzeln im Gegensatz zum Rückenmark Druck gegenüber toleranter. So gibt es durchaus Verläufe, bei denen sich nach Entfernung des Bandscheibenvorfalles auch eine seit längerer Zeit bestehende Lähmung und Gefühlsstörung zurückgebildet hat.
Die häufigsten Bandscheibenvorfälle im Bereich der Halswirbelsäule sind die so genannten mediolateralen oder die foraminären Vorfälle, Typ II und III. Sie bedrängen meistens auf einer Seite die jeweilige Wurzel, können aber auch das Rückenmark an einer Seite bedrängen.
Da der Wurzelkanal im Bereich der Halswirbelsäule sehr eng ist, spürt der Patient ganz schnell die typischen Beschwerden (radikuläre – wurzelbedingte Schmerzausstrahlung in deren Versorgungsgebiet).
Typische Schmerzausstrahlungen sind:
Schulter (C5)
bis zum Daumen und Zeigefinger (C6)
Handrücken und die mittleren Finger (C7)
über den Ellenbogen, Kleinfingerkante bis Klein- und Ringfinger (C8)
Der Körper versucht, den Wurzelkanal mit einer Zwangshaltung im Nackenbereich zu öffnen. Dadurch kommt es zur Überanstrengung der Nackenmuskulatur und somit zu Verspannungen und Nackenschmerzen. Die Muskeln können bis zu ihren Ansätzen zwischen den Schulterblättern und am Kopf/Hinterhauptbereich schmerzen. Durch die Verspannungen kommt es zu einer Fehlinformation an das Gleichgewichtszentrum mit Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Gesichtsmissempfindungen und Ohrensausen. Dieses kann sehr unangenehm sein und Ängste auslösen.
Liegt der Bandscheibenvorfall mittig und ist groß, ist im Wesentlichen das Rückenmark betroffen. Es kann durchaus sein, dass die Patienten dabei am Ort des Geschehens nur geringe Beschwerden verspüren oder erst etwas bemerken, wenn es zu einer spastischen Lähmung kommt. Die Ursache ist eine Durchblutungsstörung am Rückenmark, die mit einem Absterben von Rückenmarkgewebe einhergeht. Das Rückenmark ist Teil des zentralen Nervensystems und kann sich nach Gewebsverlust nicht mehr regenerieren. Das bedeutet, dass ein solcher Schaden dauerhaft bestehen bleibt.
Daher ist es äußerst wichtig, solche Druckschäden rechtzeitig zu beheben, um Spätfolgen (so genannte Rückenmarkaufweichung oder cervikale Myelopathie) zu vermeiden.
Bandscheibenvorfälle im Bereich der Brustwirbelsäule, die operativ behandelt werden müssen, sind selten. Dazu gehören Bandscheibenvorfälle, die in Höhe der Wurzel oft seitlich des Rückenmarks liegen und die Wurzel dabei bedrängen. Das ist teilweise mit quälenden Schmerzen verbunden, die bis an die dazugehörige Rippe ausstrahlen und bis nach vorne zur Mittellinie verlaufen.
Solche Bandscheibenvorfälle entfernen wir mikrochirurgisch über einen so genannten transforaminären Zugang durch die Nervaustrittsstelle. Diese wird mikrochirurgisch erweitert und ausschließlich der kleine Sequester (Bandscheibenrest), der die Wurzel bedrängt mit einem Mikrohäkchen herausgezogen und entfernt. Große mittlere Bandscheibenvorfälle, die eine Querschnittssymptomatik auslösen, entfernen wir über einen seitlichen Zugang zwischen den Rippen durch das Bandscheibenfach. Danach müssen die an das leere Bandscheibenfach angrenzenden Wirbel miteinander versteift werden. Hierzu wird in den Bandscheibenraum ein Knochenspan eingepflanzt. Anschließend werden die Wirbel von hinten miteinander verschraubt.
Da es sich hierbei um einen recht großen Eingriff handelt, wird diese Operation nur dann durchgeführt, wenn eine Querschnittslähmung droht.
Wenn größere Bandscheibenvorfälle auf das Rückenmark drücken, wird meist schneller die Indikation zu einer Druckentlastung gestellt als bei Schädigungen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Druckentlastung erfolgt im Halsbereich immer über einen vorderen mikrochirurgischen Zugang durch die Bandscheibe. So muss nach diesen Eingriffen die Bandscheibenfunktion wieder hergestellt werden. Wir machen das mittels einer Zwischenwirbelendoprothese, einer sogenannten künstliche Bandscheibe. Unsere Besonderheit ist, dass wir die künstliche Bandscheibe erst nach einer Wiederherstellung der Wirbelgeometrie und nur mittels eines geeichten Rahmensystems einsetzen. Stets bedenken wir dabei, dass das eigene Bewegungszentrum wieder hergestellt wird. Für diese Technik haben wir eigens entwickelte Rahmensysteme, die uns diese genaue Plazierung ermöglichen.
Da das Rückenmark im Bereich der unteren Brustwirbelsäule endet, bedrängen Bandscheibenvorfälle im Bereich der Lendenwirbelsäule ausschließlich die Nervenwurzeln. Entsprechend dem Versorgungsgebiet der betroffenen Nervenwurzel kommt es zu einer charakteristischen Schmerzausstrahlung in die Beine (medizinisch: radikuläre Ausstrahlung). Der Neurologe oder der Wirbelsäulenchirurg kann anhand dieser Zuordnung exakt feststellen, welche Nervenwurzel betroffen ist.
So passt eine ganz bestimmte Lage des Bandscheibenvorfalles zu ganz bestimmten Beschwerden bzw. Schädigungszeichen der Wurzeln. Diese werden in zwei Gruppen unterschieden:
- Lähmungen
- Gefühlsstörungen
Ist der Druck zu hoch oder besteht er zu lange, kann der Nerv Schaden nehmen, der sich auch nach Entfernung des Bandscheibenvorfalles nicht mehr zurückbilden kann.
Das Zeitfenster, in dem behandelt werden muss, damit keine Beschwerden zurück bleiben, ist unterschiedlich groß.
Generell lässt sich sagen: Je höher der Druck war und je länger der Schaden bestand, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Rückbildung. Insgesamt sind jedoch die Nervenwurzeln im Gegensatz zum Rückenmark Druck gegenüber toleranter. So gibt es durchaus Verläufe, bei denen sich nach Entfernung des Bandscheibenvorfalles auch eine seit längerer Zeit bestehende Lähmung und Gefühlsstörung zurückgebildet hat.
Ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule kann in der Regel über einen minimal-invasiven Zugang mikrochirurgisch ersatzlos entfernt werden. Die in unserer Klinik entwickelte Technik des Verschlusses des Rückenmarkskanales reduziert in diesem Zusammenhang die Gefahr der postoperativen Narbenentwicklung erheblich. Bei dieser Technik wird das Ligamentum flavum unter mikrochirurgischen Bedingungen der Länge nach gespalten, die Ränder werden zur Seite fixiert und nach der Entfernung des Bandscheibenvorfalles wird das Ligamentum flavum wieder vernäht. Hierbei handelt es sich um ein Kombinationsverfahren zwischen Mikrochirurgie und Endoskopie. Der Aktionsradius in-cranio-caudaler Ausrichtung (nach oben und unten) ist wesentlich größer als bei dem o.g. perkutanen Zugang durch die Wurzelaustrittsstelle. Auf eine ergiebige Entfernung der Bandscheibe verzichten wir, da unsere Meinung nach , dass das Zusammensinken des Bandscheibenfaches dadurch nur beschleunigt wird und die Instabilität erhöht wird. Die minimal-invasiven Druckentlastungen haben im Vergleich zu normalen mikrochirurgischen Druckentlastungen ohne Verschluss des Spinalkanals eine geringere Rezidivrate.
Bei dieser Art von Röntgenaufnahme neigt man sich mit dem Oberkörper seitwärts soweit es möglich ist. Diese Aufnahme wird mit der Röntgenaufnahme der Wirbelsäule im aufrechten Zustand verglichen. Der Vergleich ermöglicht eine Aussage über die Beweglichkeit der Wirbelsäule, was für die weitere Skoliosenbehanldung (z.B. Korsett, Operation) von Bedeutung ist. Je nach Beweglichkeit der Wirbelsäule kann auf einer Bending-Aufnahme bei Seitwärtsneigung eine Verbesserung in einer Krümmung zu sehen sein. Bending-Aufnahmen können sowohl im Stehen als auch im Liegen gemacht werden. Manchmal unterstützen Röntgenassistenten die passive Begradigung der Wirbelsäule, indem sie an den Beinen und am Oberkörper des Patienten ziehen, besonders wenn zu einer rigiden Wirbelsäulenverkrümmung Muskelspasmen hinzu kommen
Quelle: www.skoliose-info-forum.de
Als Blockwirbel wird die teilweise oder ganze Verschmelzung (Fusion) zweier oder mehrerer Wirbelkörper bezeichnet. Die Verschmelzung kann durch eine Entwicklungsstörung bedingt oder im Laufe des Lebens erworben sein.
Eine dysontogenetische Blockwirbelbildung findet sich zum Beispiel beim Klippel-Feil-Syndrom.
Erworbene Blockwirbel können sich z. B. nach Entzündungen der Wirbel und Bandscheiben (z. B. nach Tuberkolose), nach Trauma oder bei ausgeprägter Degeneration der Bandscheiben und angrenzenden Wirbel ausbilden
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Blockwirbel (14.03.2011)
Als Brustwirbelsäule (BWS) wird der Abschnitt der Wirbelsäule zwischen Hals- und Lendenwirbelsäule bezeichnet. Sie besteht beim Menschen aus 12 Wirbeln, bezeichnet mit Th1 bis Th12 (Th steht für lat. Pars thoracica, „Brustteil“, von Thorax „Brustkorb“). Beim gesunden Menschen weist sie einen Bogen nach hinten auf, was als physiologische Kyphose bezeichnet wird.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Brustwirbelsäule (14.03.2011)
Brustwirbelsäule




