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Wirbelkanalverengung

Ursache, Symptome und Behandlung der Wirbelkanalverengung

Die Wirbelkanalverengung wird medizinisch auch als Spinalkanalstenose bezeichnet und zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Wirbelsäule im Alter. Die Wirbelkanalverengungen können in allen 3 Abschnitten der Wirbelsäule auftreten, Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und auch Lendenwirbelsäule. Die häufigsten Spinalkanalstenosen sind dort, wo hohe mechanische Ansprüche an die Wirbelsäule gestellt werden, also im Bereich der Halswirbelsäule und im Lendenbereich.

Symptome

Die klinischen Probleme einer Wirbelkanalverengung im Halswirbelsäulenbereich können vielfältig sein. Die Palette der Beschwerden reicht von Kopfschmerzen über Schwindel bis zu Tinnitus und Gangstörungen.

Die Spinalkanalstenose im Bereich der Lendenwirbelsäule führt oft zu dem Bild der Schaufensterkrankheit. Den Namen hat die Erkrankung aufgrund der Tatsache, dass der Patient wegen Rückenschmerzen oder ausstrahlende Schmerzen im Bereich der Beine, nach einer bestimmten Gehstrecke gezwungen ist, eine Rast einzulegen. So bleibt der Patient z.B. entlang einer Einkaufspromenade an allen möglichen Schaufenstern stehen und wartet auf das Abklingen seiner Schmerzen. Es gibt unterschiedliche Auslöser für eine Spinalkanalstenose. Im Untermenü sind sie im Einzelnen aufgelistet.

Unsere Behandlungsmethode

Verengungen des Wirbelkanals entstehen über längere Zeiträume hinweg. Daher nehmen die Beschwerden langsam und schleichend zu. Wird jedoch der Wirbelkanal soweit eingeengt, dass ein bestimmter Durchmesser unterschritten wird, kann es auch sehr rasch zu neurologischen Ausfallerscheinungen kommen. Ob ein operativer Eingriff notwendig ist, hängt vom Krankheitsverlauf, vom Leidensdruck des Patienten und dem Ausmaß der Verengung ab.

Voraussetzung für das Gelingen der Operation mit nachfolgender Beschwerdefreiheit ist die hohe methodologische Kompetenz des behandelnden Chirurgen, d.h. erst nach sorgfältiger Diagnostik erstellen wir daher auf der Grundlage unserer langjährigen Erfahrung ein individuelles Behandlungskonzept für Sie.

Unterschiedliche Arten der Wirbelkanalverengung

 

HINTERE BEDRÄNGUNG

Die hintere und seitliche Wand des Wirbelkanals wird hauptsächlich durch zwei Strukturen gebildet und zwar durch das gelbe Band, (Ligamentum flavum) und durch die beiden Wirbelbogengelenke mit ihrer Gelenkkapsel. Die Wirbelbogengelenke sind über den knöchernen Wirbelbogen miteinander verbunden sind. Infolge von degenerativen Instabilitäten und Sintern (Zusammensinken) des Bandscheibenfaches verändern sich diese Strukturen im Alter zunehmend. So kann die Gelenkkapsel verkalken, die Wirbelbogengelenke können sich durch Überlastung vergrößern, und das Ligamentum flavum kann sich durch den Spannungsverlust verdicken. In diesen Fällen entwickelt sich eine Spinalkanalstenose vorwiegend durch Vergrößerung der hinten gelegenen Strukturen (hintere Bedrängung).

Diese hintere Bedrängung kann verstärkt werden durch zystische Aussackungen der Gelenkkapsel der Wirbelbogengelenke, die sich im Gefolge der Entwicklung des Verschleißprozesses der Wirbelbogengelenke bilden können.

Behandlungsmethode für eine hintere Bedrängung

In der Galenus Klinik beseitigen wir diese hintere Bedrängung des Wirbelkanals mittels minimal-invasiver Chirurgie. Die Verknöcherungen und die Zysten, die zu der Einengung führen, werden abgetragen, ohne jedoch die für die Wirbelsäulenstatik notwendigen Strukturen zu verletzten. Dadurch bleibt die Stabilität der Wirbelsäule ebenso erhalten wie die für die Bewegung mitverantwortlichen Wirbelbogengelenke.

Der Vorteil dieser Methode für Sie als Patient, dass sie nach dem Eingriff sofort wieder aufstehen und die Wirbelsäule wie gewohnt belasten können.
 Eine Änderung Ihrer Lebensgewohnheit ist nicht notwendig.

VORDERE BEDRÄNGUNG

Mit zunehmendem Alter wird das Bandscheibengewebe trockener und verliert hierdurch an Spannung. Es kommt zu einem Höhenverlust der Bandscheibe.
Dies kann 2 Konsequenzen haben:

Der faserige Bandscheibenring (Anulus fibrosus) wölbt sich allseits, auch nach hinten vor.
Der Körper versucht den im Segment einwirkenden pathologisch erhöhten Druck dadurch abzumildern, indem er ihn auf eine größere Fläche verteilt. Hierzu bildet er an den Wirbelkörperabschlußplatten knöcherne Abstützreaktionen in Form von Randwülsten, die man auch als Osteophyten bezeichnet.
Durch die Bandscheibenvorwölbungen, die zum Teil verkalkt sein können und durch die Osteotphyten wird der Wirbelkanal dann von der Vorderseite aus eingeengt.

Behandlungsmethode für eine vordere Bedrängung

Diese vorderen Einengungen sind wirksam und ohne wesentliches Risiko für die Nervenstrukturen auch nur von der Vorderseite aus zu beseitigen. Daher entscheiden wir uns bei dieser Form der Spinalkanalstenose in der Regel auch für einen operativen Zugang von der Bauchseite aus.

Wie gehen wir vor?

Methode: mikrochirurgisch, minimal-invasiv
Schnittführung: mittiger Bauchschnitt
Länge des Schnittes: 4 bis 5 cm sind üblicherweise ausreichend

KOMBINATIONEN

Oft liegt jedoch eine Kombination der oben beschriebenen Mechanismen vor. So wird der Wirbelkanal von vorne durch Verknöcherungen und Bandscheibenvorwölbungen und von hinten durch vergrößerte Wirbelbogengelenke und ein verdicktes gelbes Band bedrängt. Diese Veränderungen sind häufig kombiniert mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Verschiebung der Wirbel gegeneinander (Wirbelgleiten – Spondylolisthese).

Behandlungsmethode

Bei kombinierten Wirbelkanalverengungen muss 
eine sorgfältige Diagnose erfolgen. Daran anschließend planen wir das operative Vorgehen getreu unserem Leitmotiv „Soviel wie notwendig, aber so wenig wie möglich“.

 

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Wenn Sie Fragen zur Behandlung von Wirbelkanalverengung haben oder einen Termin in unserer Klinik in Stuttgart vereinbaren möchten, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne.