KNÖCHERNE NEUROFORAMENSTENOSEN

Im fortgeschrittenen Stadium der Degeneration sind sämtliche Strukturen, die das Neuroforamen bilden, verdickt und teilweise verknöchert. Die Nervenwurzel verläuft also jetzt in einem knöchern eingeengten Kanal. Findet hier keine oder nur eine geringe Bewegung statt, verursachen diese Neuroforamenstenosen keine Beschwerden.

Bei einer Überbeweglichkeit oder Instabilität des betroffenen Segmentes kommt es jedoch regelhaft bei jeder Bewegung zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Durchmesserschwankung mit weiterer Einengung des Neuroforamens. Hierdurch wird die Nervenwurzel in dem Kanal gereizt oder sogar gedrückt. Das Resultat sind ausstrahlende (radikuläre) Schmerzen, die mit der Zeit zunehmen können.

Solche – auch bewegungsabhängige – Einengungen der Neuroforamina sind diagnostisch oft schwer zu erfassen und darzustellen. In der Bildgebung kommt deshalb den Funktions-Myelographien mit anschließender Computertomographie und dreidimensionaler Aufbereitung der Daten eine überragende Bedeutung zu.

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