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Skoliose

Ursache, Symptome und Behandlung einer Skoliose

Bei der Skoliose handelt es sich um eine dreidimensionale Fehlstellung der Wirbelsäule: Die betroffene Wirbelsäule zeigt eine seitliche Verkrümmung. Gleichzeitig liegt häufig eine Verdrehung einzelner Wirbelkörper vor. In den meisten Fällen tritt eine Skoliose im Bereich der Brustwirbelsäule auf. Aber auch auf Höhe der Lendenwirbelsäule kann sich eine solche Wirbelsäulenfehlstellung ausbilden.

Als Fachklinik mit dem Spezialgebiet der Wirbelsäulenchirurgie in Stuttgart stellen wir unseren Patienten maßgeschneiderte Behandlungsangebote zur Verfügung. Eine individuelle Behandlung der Skoliose erfolgt dabei immer auf der Basis einer ausführlichen Diagnostik. Unser Fachärzteteam profitiert von der mehr als 30-jährigen Berufserfahrung Facharztes für Neurochirurgie, Dr. Franz Copf.

Symptome einer Skoliose

Eine Skoliose beginnt bei vielen Patienten ohne spürbare Symptome. Daher wird die Fehlstellung in der Kindheit oder Jugend oft eher zufällig auf Grund von äußeren Anzeichen wie Schultern- und/oder Hüfteschiefständen diagnostiziert. Schreitet die Wirbelsäulenfehlstellung unbehandelt rasch voran (diese Gefahr besteht vor allem während pubertärer Wachstumsphasen), können innere Organe wie Lunge und Herz in Mitleidenschaft gezogen werden.

Schmerzhafte Beschwerden verursacht die Fehlstellung der Wirbelsäule in den meisten Fällen erst bei Erwachsenen. Betroffene leiden beispielsweise unter Schmerzen in Rücken, Knien, Kopf und Nacken. Diese Beschwerden äußern sich meist dann besonders deutlich, wenn sich Patienten nach längerem Sitzen oder Stehen wieder bewegen.

Was sind die Ursachen?

In bis zu 85 Prozent der Fälle sind die Ursachen der Fehlstellung nicht eindeutig zu identifizieren. Bei unbekannten Ursachen wird die Wirbelsäulenverkrümmung auch als sogenannte idiopathische Skoliose bezeichnet. Bei vielen Patienten entwickelt sich eine Skoliose während ausgeprägter Wachstumsschübe. In Anbetracht der Fehlstellung der Wirbelkörper vermuten viele Experten eine unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeit von einer der beiden Körperseiten. Weitere mögliche Einflussfaktoren sind Stoffwechselstörungen und/oder eine geringe Knochendichte.

Skoliosen mit bekannter Ursache basieren häufig auf angeborenen Beckenschiefständen, Wirbelkörperfehlbildungen oder Nervenbeeinträchtigungen.

Diagnostik in unserer Klinik

Sichtbare Symptome, körperliche Untersuchungen und umfangreiche Patientengespräche führen oft zu einer Verdachtsdiagnose. Röntgenaufnahmen der gesamten Lenden- und Brustwirbelsäule im Stehen können eine Verdachtsdiagnose bestätigen. Entscheidend für die Diagnose ist der Krümmungswinkel. Die Verformung muss genau ausgemessen werden, um den Schweregrad einschätzen zu können. Ein erkennbarer Krümmungswinkel von 10 bis zu 40 Grad spricht je nach Definition für eine leichte Skoliose. Bei circa 40 bis 50 Grad handelt es sich um eine mittelschwere Skoliose und eine schwere Skoliose besteht bei über 50 Grad Krümmung. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie ist besonders wichtig und kann einen schweren Verlauf verhindern.

Therapie und Behandlung einer Skoliose

Die individuellen Behandlungsschritte orientieren sich an dem Schweregrad und der Ursache einer Skoliose sowie der Entwicklungsphase des Patienten. Zufällig entdeckte, leichte Skoliosen ausgewachsener Patienten bedürfen meist keiner Therapie und nur einer regelmäßigen Kontrolle. Bei Patienten im Wachstum kann beispielsweise gezielte Physiotherapie dem Fortschreiten einer leichten Skoliose entgegenwirken.

Mittelschweren Skoliosen ist bei Betroffenen im Wachstum bei Bedarf durch ergänzende medizinische Korsetts zu begegnen. Bei regelmäßigem Tragen beugen diese Korsetts zusätzlichen Wirbelverdrehungen vor. Gleichzeitig werden vorliegende Verkrümmungen positiv beeinflusst.

Stark ausgeprägte Skoliosen (Krümmungswinkel > 50 Grad) erfordern bei Heranwachsenden häufig chirurgische Schritte. Diese Schritte dienen der Stabilisierung und Korrektur des Wirbelsäulenverlaufes. Zu den möglichen Behandlungsmethoden zählt beispielsweise eine anteilige Wirbelsäulenversteifung. Geeignete Operationsverfahren orientieren sich vornehmlich am individuellen Krümmungswinkel.

Das höchste Ziel unserer Spezialklinik in Stuttgart liegt in der maximalen Korrektur einer vorliegenden Wirbelsäulenverkrümmung bei gleichzeitig minimaler Stabilisierungsstrecke um eine größtmögliche Lebensqualität zu ermöglichen.

 

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Wenn Sie Fragen zur Behandlung einer Skoliose haben oder einen Termin in unserer Klinik in Stuttgart vereinbaren möchten, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne.