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Bandscheibenvorfall – Lendenwirbelsäule

Behandlung des Bandscheibenvorfalls im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS)

Da das Rückenmark im Bereich der unteren Brustwirbelsäule endet, bedrängen Bandscheibenvorfälle im Bereich der Lendenwirbelsäule ausschließlich die Nervenwurzeln. Entsprechend dem Versorgungsgebiet der betroffenen Nervenwurzel kommt es zu einer charakteristischen Schmerzausstrahlung in die Beine (medizinisch: radikuläre Ausstrahlung). Der Neurologe oder der Wirbelsäulenchirurg kann anhand dieser Zuordnung exakt feststellen, welche Nervenwurzel betroffen ist. So passt eine ganz bestimmte Lage des Bandscheibenvorfalles zu ganz bestimmten Beschwerden bzw. Schädigungszeichen der Wurzeln. Diese werden in zwei Gruppen unterschieden:

  • Lähmungen
  • Gefühlsstörungen

Ist der Druck zu hoch oder besteht er zu lange, kann der Nerv Schaden nehmen, der sich auch nach Entfernung des Bandscheibenvorfalles nicht mehr zurückbilden kann.

Wann muss behandelt werden?

Das Zeitfenster, in dem behandelt werden muss, damit keine Beschwerden zurück bleiben, ist unterschiedlich groß. Generell lässt sich sagen: Je höher der Druck war und je länger der Schaden bestand, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Rückbildung. Insgesamt sind jedoch die Nervenwurzeln im Gegensatz zum Rückenmark Druck gegenüber toleranter. So gibt es durchaus Verläufe, bei denen sich nach Entfernung des Bandscheibenvorfalles auch eine seit längerer Zeit bestehende Lähmung und Gefühlsstörung zurückgebildet hat.

Unsere Behandlungsmethode

Ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule kann in der Regel über einen minimal-invasiven Zugang mikrochirurgisch ersatzlos entfernt werden. Die in unserer Klinik entwickelte Technik des Verschlusses des Rückenmarkskanales reduziert in diesem Zusammenhang die Gefahr der postoperativen Narbenentwicklung erheblich. Bei dieser Technik wird das Ligamentum flavum unter mikrochirurgischen Bedingungen der Länge nach gespalten, die Ränder werden zur Seite fixiert und nach der Entfernung des Bandscheibenvorfalles wird das Ligamentum flavum wieder vernäht.

Hierbei handelt es sich um ein Kombinationsverfahren zwischen Mikrochirurgie und Endoskopie. Der Aktionsradius in-cranio-caudaler Ausrichtung (nach oben und unten) ist wesentlich größer als bei dem o.g. perkutanen Zugang durch die Wurzelaustrittsstelle. Auf eine ergiebige Entfernung der Bandscheibe verzichten wir, da unsere Meinung nach , dass das Zusammensinken des Bandscheibenfaches dadurch nur beschleunigt wird und die Instabilität erhöht wird. Die minimal-invasiven Druckentlastungen haben im Vergleich zu normalen mikrochirurgischen Druckentlastungen ohne Verschluss des Spinalkanals eine geringere Rezidivrate.

KONTAKT

Wenn Sie Fragen zur Behandlung haben oder einen Termin in unserer Stuttgarter Klinik vereinbaren möchten, dann rufen Sie uns gerne an oder schreiben uns über das Kontaktformular. Wir freuen uns auf Sie


Bildmaterial zum Bandscheibenvorfall – LWS:


Dr. Franz Copf ist Experte für Bandscheibenvorfall auf dem Informationsportal info Medizin:

InfoMedizin_Bandscheibenvorfall