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Bandscheibenvorfall – Halswirbelsäule

Behandlung des Bandscheibenvorfalls im Bereich der Halswirbelsäule (HWS)

Die häufigsten Bandscheibenvorfälle im Bereich der Halswirbelsäule sind die so genannten mediolateralen oder die foraminären Vorfälle, Typ II und III. Sie bedrängen meistens auf einer Seite die jeweilige Wurzel, können aber auch das Rückenmark an einer Seite bedrängen.

Da der Wurzelkanal im Bereich der Halswirbelsäule sehr eng ist, spürt der Patient ganz schnell die typischen Beschwerden (radikuläre – wurzelbedingte Schmerzausstrahlung in deren Versorgungsgebiet).

Typische Schmerzausstrahlungen sind:

Höhe des Bandscheibenvorfalls Schmerzausstrahlung
C5 Schulter
C6 bis zum Daumen und Zeigefinger
C7 Handrücken und die mittleren Finger
C8 über den Ellenbogen, Kleinfingerkante bis Klein- und Ringfinger

 

Symptome und Folgen

Der Körper versucht, den Wurzelkanal mit einer Zwangshaltung im Nackenbereich zu öffnen. Dadurch kommt es zur Überanstrengung der Nackenmuskulatur und somit zu Verspannungen und Nackenschmerzen. Die Muskeln können bis zu ihren Ansätzen zwischen den Schulterblättern und am Kopf/Hinterhauptbereich schmerzen. Durch die Verspannungen kommt es zu einer Fehlinformation an das Gleichgewichtszentrum mit Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Gesichtsmissempfindungen und Ohrensausen. Dieses kann sehr unangenehm sein und Ängste auslösen.

Liegt der Bandscheibenvorfall mittig und ist groß, ist im Wesentlichen das Rückenmark betroffen. Es kann durchaus sein, dass die Patienten dabei am Ort des Geschehens nur geringe Beschwerden verspüren oder erst etwas bemerken, wenn es zu einer spastischen Lähmung kommt. Die Ursache ist eine Durchblutungsstörung am Rückenmark, die mit einem Absterben von Rückenmarkgewebe einhergeht. Das Rückenmark ist Teil des zentralen Nervensystems und kann sich nach Gewebsverlust nicht mehr regenerieren. Das bedeutet, dass ein solcher Schaden dauerhaft bestehen bleibt.

Daher ist es äußerst wichtig, solche Druckschäden rechtzeitig zu beheben, um Spätfolgen (so genannte Rückenmarkaufweichung oder cervikale Myelopathie) zu vermeiden.

Unsere Behandlungsmethode

Wenn größere Bandscheibenvorfälle auf das Rückenmark drücken, wird meist schneller die Indikation zu einer Druckentlastung gestellt als bei Schädigungen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Druckentlastung erfolgt im Halsbereich immer über einen vorderen mikrochirurgischen Zugang durch die Bandscheibe. So muss nach diesen Eingriffen die Bandscheibenfunktion wieder hergestellt werden. Wir machen das mittels einer Zwischenwirbelendoprothese, einer sogenannten künstliche Bandscheibe. Unsere Besonderheit ist, dass wir die künstliche Bandscheibe erst nach einer Wiederherstellung der Wirbelgeometrie und nur mittels eines geeichten Rahmensystems einsetzen. Stets bedenken wir dabei, dass das eigene Bewegungszentrum wieder hergestellt wird. Für diese Technik haben wir eigens entwickelte Rahmensysteme, die uns diese genaue Plazierung ermöglichen.

Kontakt

Wenn Sie mehr über die Behandlungsmethode eines Bandscheibenvorfalls erfahren oder einen Termin in unserer Klinik in Stuttgart vereinbaren möchten, dann nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.


Bildmaterial zum Bandscheibenvorfall – HWS:


Dr. Franz Copf ist Experte für Bandscheibenvorfall auf dem Informationsportal info Medizin:

InfoMedizin_Bandscheibenvorfall